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Converve - der Blog

Grafik Shootout Canva.com vs. InDesign
von Mark Kessels
Tags: Tipps & Tools, Event Marketing

Grafik-Software Shootout: Schlägt Canva InDesign?

Die neue bunte Marketing-Welt rund um Content und Social Media verlangt Grafikern und Marketing Managern einiges ab. Wie schneiden dabei kostenlose Grafik-Tools gegenüber Profi-Werkzeugen ab?

Wer heutzutage auf inhaltsgetriebenes Marketing setzt - und gerade Event-, Messe- und Kongressmanager tun das ja in besonderem Maße - kennt das Problem: Um im vielstimmigen Konzert des Online-Marketings Gehör zu finden, braucht man ständig aktuelle, attraktive Inhalte. Sie wollen aber auch aussagekräftig mit Grafiken und Illustrationen aufbereitet werden.

Denn visuelle Informationen werden um ein Vielfaches schneller verarbeitet als reine Text-Informationen. Die Botschaft bleibt länger hängen, wenn sie bildkräftig unterstützt wird. 

Will man also als Event-Veranstalter mit seinen Marketing-Botschaften wahrgenommen werden, muss man sich über visuelles Marketing Gedanken machen. Wohl dem, der über ausreichende Grafiker-Ressourcen oder Agenturen verfügt... Aber bei den meisten dürften diese Ressourcen begrenzt sein!

Noch dazu hat jedes Netzwerk seine eigenen Regeln und Formate, so dass es nicht nur damit getan ist, ein kreatives Visual zu erstellen. Es muss noch dazu in viele verschiedene Größen umgebaut werden, um auf Facebook, Twitter, Xing, Linkedin, Pinterest, Instagram oder auf einem Blog optimal zu wirken.

Freemium-Grafik-Software als Lösung?

Event-Planer sind oft Generalisten, das muss auch so sein. Da macht es Sinn, sich mit speziellen Angeboten für Content Marketing auseinanderzusetzen, die auch Nicht-Grafikern zur Verfügung stehen und die Erstellung von Grafiken für Online Marketing vereinfachen sollen.

Eines dieser Angebote ist Canva.com, ein Grafik-Tool, mit dem sich auf Template-Basis Grafiken für Blogs, Social Media, E-Mails oder Online-Werbeanzeigen erstellen lassen. In seiner Basis-Variante kann das Tool online kostenlos genutzt werden. Für verschiedene Upgrades fallen dann Kosten an, ein Freemium-Modell, das wir auch teilweise von Event-Software kennen. 

Gemeinsam mit unserem Grafiker Volker Albrecht haben wir uns angeschaut, was die Vorteile eines solchen Tools sind im Vergleich zu den Profi-Werkzeugen InDesign oder Photoshop von Adobe - und wo die klassischen Tools den Online-Services (noch) überlegen sind. 

Wo schlägt der Online-Dienst die "klassische" Grafik-Software?

Im Juli 2012 wurde Canva.com in Australien gegründet. Die Gründer Melanie Perkins und Cliff Obrecht hatten die Idee für ein Online-Design-Tool, als sie feststellten, wie schwer sich selbst Grafik-Design Studenten mit den vorhandenen Werkzeugen taten.

Also entwickelten Melanie und Cliff eine Online-Plattform, die sehr stark auf professionelle Layouts und auf die Inspiration durch andere Nutzer setzt. Seitdem wächst der Dienst stetig, mit mittlerweile fast 9 Mio. Nutzern weltweit (eigene Angaben von Canva).

Über eine sehr einfache und aufgeräumte Oberfläche lassen sich verschiedene Bildbearbeitungstools nutzen, es können Fotos mit Text kombiniert werden und es kommen viele passende Templates zum Einsatz, die optimal auf soziale Netzwerke und andere Online-Medien ausgerichtet sind, die zur Bewerbung von Events, Messen und Konferenzen zum Einsatz kommen.

 

Wo hat solch ein Dienst also seine besonderen Stärken?

  • Beginnen wir mal mit den Kosten. Die Basisversion von Canva.com ist kostenfrei und bietet eine ganze Menge an Features, mit denen sich professionelle Grafiken erstellen lassen. Für viele Anwendungen wird diese Version schon ausreichend sein. Wer mehr möchte, schwenkt über zu Canva for Work, das es ab 9,95 USD pro Monat gibt - somit deutlich günstiger als die Cloud-Versionen der Programme von Adobe (23,79 EUR pro Monat).
  • Fotos nach Bedarf: Wenn für ein Design ein Foto gesucht wird, kann man entweder ein eigenes Foto hochladen (kostenfrei) oder über die integrierte Bild-Suche eines von ca. 1 Mio. Bildern nutzen. Das kostet dann pro Design 1 USD - was ein fairer Preis dafür ist, dass man rechtlich unbedenkliche Fotos in seine Layouts einbinden kann.
  • Die Anwendung von Canva.com ist sehr einfach. Auch Event-Planer, die nicht gerade die ausgebufften Online- und Grafik-Profis sind, können nach kurzer Einarbeitungszeit mit dem Design-Tool umgehen. Die Lernkurve bei professionellen Grafik-Programmen wie Photoshop oder Indesign ist ungleich steiler.
  • Da Canva eine Web-Applikation ist, eignet sie sich sehr gut für das Arbeiten im Team. So können verschiedene Mitarbeiter auf die gleichen Designs und Layouts zugreifen und an diesen arbeiten. Obwohl Adobe einiges getan hat, um die Zusammenarbeit im Team über die Creative Cloud-Services zu verbessern, schlägt Canva hier die klassische Software unserer Meinung nach.
  • Canva ist ein "Schnellboot", das über einen unkomplizierten Workflow verfügt. Natürlich können Programme wie Photoshop oder Indesign auch alles, was Canva bietet. Aber sie können eben auch noch viel mehr, was sie eher zu riesigen "Frachtern" macht. Volker Albrecht, unser Grafiker, beschreibt es so: "Dass der Funktionsumfang bei Canva extrem reduziert ist, sehe ich hier eher als Vorteil. Letztlich missbraucht man als Grafiker Indesign und Photoshop oft für Aufgaben, für die Sie gar nicht konzipiert wurden."

Auf welchen Gebieten sind die Grafik-Klassiker den Online-Diensten überlegen?

Die großen "Frachter" Indesign oder Photoshop können all das, was Canva bietet - und noch viel mehr! Wo haben sie die Nase vorn?

  • Komplexe, mehrspaltige Layouts z.B. für Broschüren lassen sich mit dem vektorbasierten Indesign natürlich viel besser gestalten - dies ist ganz klar nicht die Sache von Canva.
  • Photoshop ist pixelbasiert und bietet für die Bildbearbeitung umfangreiche Möglichkeiten, die weit über die Funktionen von Canva hinausgehen. So können z.B. mit Hilfe von Smartobjekten Bilder in verschiedenen Dokumenten und Größen aktualisiert werden.
  • Auch bei der Erstellung eigener Templates und dem automatisierten Import von Bildern und Text (XML-Import) hat Indesign die Nase vorn. Solche Funktionen benötigt man z.B. bei der Erstellung von Messekatalogen oder bei der Erstellung von Broschüren, die alle einem bestimmten Layout folgen müssen. 

Welche Alternativen gibt es noch?

Der Bedarf für einfache und spezialisierte Anwendungen wie Canva.com ist sehr hoch. Kein Wunder also, dass auch andere Anbieter auf die Idee gekommen sind, ähnliche Services anzubieten und so ein Stück von dem Kuchen abzuschneiden.

Ein Wettbewerber von Canva ist Wordswag. Diese App für iPhone/iPad (iOS) ist noch etwas einfacher zu bedienen als Canva, aber auch limitierter in ihrem Funktionsumfang. Für 3,99 USD bekommt man eine Anwendung, mit der sich in Sekunden attraktive Visuals für soziale Netzwerke erstellen lassen, die allerdings von den Export-Formaten her begrenzt sind. Trotzdem kann das Tool für Eventmanager interessant sein, die schnell ansprechende Ergebnisse haben möchten. 

 

Auch Adobe bietet einige kostenfreie Basis-Anwendungen, die als Wettbewerber von Canva anzusehen sind. Die Strategie ist natürlich klar: Über solche Anwendungen möchte man die "Hemmschwelle" zu den Profi-Programmen senken.

Speziell für die Erstellung von Visuals für Social Media gibt es seit letztem Jahr die Applikation Adobe Post. Die App für iPhone verfügt auch über die Möglichkeit, ein Design in verschiedenen Formaten auszugeben (z.B. für Pinterest, Facebook, Twitter, Blog).

 

Aber: der große Nachteil ist (noch), dass die App nur auf dem iPhone funktioniert - was sie für professionelle Content Marketers nur bedingt nutzbar macht. Zumindest eine Version für iPad / iPad Pro wäre wünschenswert, damit vernünftig damit gearbeitet werden kann.

Fazit

Die Anforderungen an visuelles Marketing steigen stetig. Spezialisierte Apps und Design-Tools wie Canva, Wordswag, Adobe Post machen das Leben von Event-Managern leichter und bieten die Möglichkeit, auch ohne Grafik-Design-Ausbildung attraktiven visuellen Content zu produzieren.

Von Mark Kessels

Schon im Jahre 2000 fand Mark die Kombination von Veranstaltungen und Technologien so spannend, dass er ein Unternehmen für Veranstaltungstechnologie gegründet hat.

Als Gesellschafter und Geschäftsführer der Converve GmbH, mit Niederlassungen in Europa und den USA, hat er inzwischen einen der marktführenden Anbieter für Veranstaltungsoftware mit über 300 Kunden und mit jährlich ca. 400 Veranstaltungen etabliert. Der gebürtige Niederländer hat Betriebswirtschaft in Kiel und Birmingham (UK) studiert.

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